Linke Szenekneipe geräumt


Am Freitag, den 7. August, hat die Polizei im Neuköllner Schillerkiez die linke Szenekneipe Syndikat geräumt und damit geltendes Recht gegen das anarchistische Betreiberkollektiv durchgesetzt. Dieses hatte sich zuvor über Monate geweigert, der Aufforderung zur Räumung der Kneipe durch die Eigentümer Folge zu leisten.


Um die Durchführung der Räumung zu gewährleisten, wurde der Abschnitt der Weisestraße, in dem sich das Syndikat befand, bereits am Vorabend mit großem Polizeiaufgebot abgesperrt. Der Gerichtsvollzieher konnte so in den Morgenstunden ungehindert die formale Räumung vollziehen, Gegenproteste fanden am Rande der Absperrungen statt.


Die Kneipe war unter anderem Anlaufpunkt der linksextremen Szene, entsprechend martialisch fielen die Proteste aus: Laut „Die Welt“ wurden 30 Einsatzkräfte verletzt, der „Tagesspiegel“ berichtete von einem Beamten, der durch einen Flaschenwurf schwere Verletzungen im Gesicht erlitten hat und um sein Augenlicht bangen muss.


Die CDU-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln verurteilte die Gewalt gegen die Einsatzkräfte. „Wir danken der Polizei für ihren besonnenen Einsatz und die Durchsetzung von geltendem Recht in Neukölln und wünschen allen verletzten Beamten eine rasche und vollständige Genesung“, so der Fraktionsvorsitzende Gerrit Kringel. Für Gewalt gegen Einsatzkräfte dürfe es keine Toleranz geben.

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