Tag gegen Homo- und Transphobie

Der internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie am 17. Mai in Neukölln sollte eigentlich anders aussehen. Es waren viele Aktionen im Bezirk und eine zentrale Veranstaltung in unserem Jugendclub Lessinghöhe geplant. Ich hatte mich darauf schon gefreut, als mich eine Mail erreichte, die mich wirklich fassungslos gemacht hat. "Eltern aus dem Kiez" forderten mich darin auf, jegliche Veranstaltung vor Ort zu verhindern. Ich zitiere aus dem Schreiben:


"Gegen andere Religionen, Sexualitäten und Weltansichten haben wir selbstverständlich nichts, doch in dem für uns wichtigsten Monat im Jahr, dem heiligen Ramadan, wo wir unser Fasten am Abend gemeinsam brechen, gehört so eine Veranstaltung nicht dazu."


Wie gesagt, das macht fassungslos.


Ich habe unmittelbar nach dem Erhalt der Mail öffentlich angekündigt, dass ich mich dafür einsetzen werde, dass die Veranstaltung wie geplant stattfindet. Leider habe ich Ende Februar die Rechnung ohne Veranstaltungsverbot und Kontaktbeschränkung gemacht.


Es bleibt aber dabei, dass ich mich persönlich dafür einsetzen werde, dass diese Menschen auch in ihrem heiligen Ramadan mit Toleranz und Vielfalt in unserem Neukölln konfrontiert werden. Und ich werde mich persönlich dafür einsetzen, dass keine meiner Neuköllner Jugendeinrichtungen von intoleranten Menschen, welchen Glaubens auch immer, vereinnahmt wird.


Auch deswegen war ich dort. Und auch deswegen ist es gut, dass einige andere Menschen dabei waren. Und zwar so, wie Gott sie geschaffen hat. Ich bin dankbar für ihr Engagement, ihre Ausdauer und ihren Stolz.


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