Hygienekatastrophe in Großbäckerei

09/03/2020

Es sind hässliche Bilder, die die Polizei im Zuge der Schließung einer Großbäckerei in Neukölln veröffentlichte: Schaben, Motten und tote Ratten. Bereits im Februar 2018 kündigte das KaDeWe die Zusammenarbeit mit dem Betrieb auf – mit Hinweis auf Qualitätsmängel. Im November vergangenen Jahres waren die unhaltbaren Zustände der Lebensmittelaufsichtsbehörde aufgefallen, sie erstattete Anzeige.

 

Dass es nun abermals mehr als drei Monate dauerte, bis die Großbäckerei geschlossen wurde, offenbart eine besorgniserregende Nachlässigkeit des Bezirksbürgermeisters Martin Hikel (SPD), in dessen Verantwortungsbereich der Fall fällt. Besonders fahrlässig: Der Betrieb soll auch Krankenhäuser und Seniorenheime beliefert haben. Deren Patienten bzw. Bewohner müssen sich darauf verlassen können, durch die Verpflegung in ihren Einrichtungen in keiner Weise gefährdet zu werden. Das Bezirksamt hat eine besondere Verantwortung gegenüber denjenigen Bürgerinnen und Bürgern, für die Hygienemängel eine unmittelbare Bedrohung darstellen und die sich auf die Einhaltung der entsprechenden Standards verlassen.

 

„Die körperliche Unversehrtheit und Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger müssen für das Bezirksamt absolute Priorität haben. Die Großbäckerei hätte schon viel früher geschlossen werden müssen!“, so Gerrit Kringel, der Vorsitzende der CDU-Fraktion. Es sei außerdem besorgniserregend, wie lange das Ausmaß der Zustände in dem fraglichen Betrieb unbemerkt geblieben sei. Die CDU-Fraktion fordert vor diesem Hintergrund die Anpassung der Prüfprozesse und bessere personelle Ausstattung der Lebensmittelaufsichtsbehörde zur künftigen Vermeidung solcher Geschehnisse, sowie die vollständige Aufklärung des aktuellen Falls.

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