U-Rudow Besichtigung

02/11/2018

Unserer Einladung zur Besichtigung des U-Bahnhof Rudow sind Donnerstag Abend 20 Bürgerinnen und Bürger aus Britz, Buckow und Rudow gefolgt. Vielen Dank an die BVG für diese tolle Führung durch die Baustelle und die vielen Erklärungen! ❤️

 

Das Interesse war noch viel größer, die Plätze aber leider begrenzt. Daher für alle, die nicht vor Ort sein konnten, hier eine kleine Zusammenfassung.

 

  • Planungsbeginn für die Arbeiten war bereits 2008. Auch wenn es von außen nicht so aussieht, sind die Arbeiten sehr aufwändig. Unter anderem wegen des hohen Grundwassers.

  • Bei der Planung müssen bis zu 50 Verbände und Interessenvertreter beteiligt werden. Das sind zum Beispiel Naturschutzverbände oder Behindertenverbände oder ähnliches. Auch deswegen dauerte allein die Planung bis 2011.

  • Nachdem das Planfeststellungsverfahren durchgeführt war, begannen 2015 die Bauarbeiten. Sie konnten aber nur etappenweise starten, da ansonsten die Rudower Spinne hätte gesperrt werden müssen.

  • Die Überdachung an den Bushaltestellen (stadtauswärts) musste zum Schutz der nahestehenden Bäume gekürzt werden.

  • Zwischenzeitlich haben auch noch die Berliner Wasserbetriebe die alten Abwasserrohre unter der Kreuzung erneuert. An dieser Stelle fließen die Abwässer aus ganz Neukölln und weiterer Bezirke in Richtung Waßmannsdorf. Daher war eine Erneuerung wichtig.

  • Kleine Andekdote am Rande: als der alte Bahnhofseingang schon abgerissen war, wollte das Landesdenkmalamt ihn unter Denkmalschutz stellen. Manch einer würde sagen: Glück gehabt, dass er schon weg war.

  • Das neue Bahnhofsdesign soll an einen Himmel mit Kondensstreifen erinnern - in Anlehnung an den nahen Flughafen Berlin Schönefeld (SXF).

  • Fertigstellung des neuen Bahnhofs soll noch im Jahr 2019 sein. Vor dem BER.

  • Der (neue) alte Backshop soll schon im April 2019 wieder einziehen können.

  • Es wird eine Rolltreppe geben, die stadteinwärts auf der rechten Seite nach unten fährt. Der noch offene Schacht ist auf den Bildern zu sehen.

 

Zwei weitere Gute Nachrichten gab es zum Schluss:

  1. Die Trasse der #U7 bis nach Schönefeld soll gesichert werden. Für den Ausbau der Linie mit einem Zwischenhalt im Frauenviertel wird es eine Machbarkeitsstudie geben.

  2. Es wird von Seiten der BVG nicht ausgeschlossen, dass in Zukunft wieder ein Bus durch Alt-Rudow fährt. Das kann aber erst dann der Fall sein, wenn der Buslinienverkehr nach der Eröffnung des Flughafen Berlin Brandenburg neu geordnet wird. Wir hoffen das Beste und bleiben an beiden Themen dran!

 

Demnächst wird auch die Berliner Woche über die Tour berichten. Zum Abschluss noch einmal ein herzlicher Dank an die Experten der BVG, die zu später Stunde mit sichtlich viel Freude über die Baustelle geführt haben!

 

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