Ausstellung übers Pauken & Pennälen

Rudower Heimatvereins zeigt Schul-Alltag von anno dazumal bis dato

Berlin/Neukölln/Rudow. Gelegenheit zur Zeitreise für die ganze Familie bietet die aktuelle Ausstellung des Rudower Heimatvereins. Noch bis 30. September öffnet sich passend zum Thema „Schreibzeuge! Von der Schiefertafel zum PC“ in der Alten Dorfschule die Tür.


Blenden Learning via mobiler IT, Gruppenarbeit, Smartboard und interaktive Lernportale – so geht moderner Schulalltag von heute. Wie hingegen das Lernen Gestern und Vorgestern geprägt war, das ist in Alt-Rudow 60 zu sehen.


Mehr als sechs Wochen lang hat der Vereinsvorstand mit Unterstützung aller Mitglieder recherchiert, geordnet und zusammengetragen, um über Leihgaben von Neuköllner Anwohnern die prägendsten technischen Entwicklungsstufen aus dem Schul- und Berufsalltag zeigen zu können.


Die Mühe scheint sich gelohnt zu haben. Zumindest wenn man in die Gesichter der Besucher schaut: Bei Karin Wisniewski jedenfalls funkeln beim Anblick von Griffelkasten, Poesiealben und Schultafel die Augen. „Ich hab das Schreiben selbst noch mit Griffel gelernt“, erzählt die Rudowerin. Auf den Tag genau kann sie sich an ihre Einschulung am 2. August 1944 erinnern. Eine reine Mädchenklasse sei es gewesen. Die ausgestellten Rechenmaschinen kennt sie von ihrer späteren kaufmännischen Ausbildung. „Da hat es das Fach Kontorübung gegeben. Danach kam die erste Triumpf-Adler Schreibmaschine und heute habe ich ein Smartphone“, erzählt sie aus ihrem Schul- und Berufsalltag von anno dazumal bis heute.


Und schon ist sie in Kontakt mit Besucher Jürgen Kober. Der erzählt gerade, worauf es ankommt, wenn man eine Gänsefeder für die Schönschrift anschleifen musste. „Bis zu 30 Buchstaben konnte man damit schreiben. Danach musste man die Feder wieder ins Tintenfässchen tunken.“


Damit passiert, was sich die Macher der Ausstellung – allen voran der Vorstand mit Manfred Ziemer (1. Vorsitzender), Lothar Herrmann (2. Vorsitzender), Jutta Kendzia (2. Vorsitzende), Thomas Glaeser (Schatzmeister), Klaus-Peter Kendzia (Schriftführer) und Gert Wrobel (Archivar) - gewünscht haben: Die Menschen erinnern sich, kommen in Kontakt und haben Freude an den geschichtlichen Stationen.


„Die Ausstellung eignet sich perfekt, um zusammen mit seinen Enkeln in die Welt von Früher einzutauchen. Oder um als Schulklasse auf den Spuren der einstigen Schulzeit zu wandeln“, empfiehlt Gerrit Kringel, Fraktionsvorsitzender der CDU Neukölln und Mitglied im Jugendhilfeausschuss die Ausstellung.


Denn, so Kringel weiter, immer wieder zeige sich: „Als Schüler ist Schule öde, anstrengend, nervend. Als Erwachsener jedoch blickt letztlich so ziemlich jeder wieder gerne auf seinen Pauk- und Pennäler-Alltag zurück.“


Wenn auch Sie diesen Rückblick machen wollen, dann auf nach Alt-Rudow 60 in 12355 Berlin. Die Zeitreise ist noch bis 30. September

Samstag und Sonntag von 10 bis 16 Uhr möglich. „Für Gruppen und insbesondere für Schulklassen öffnet der Heimatverein auch gern an anderen Tagen. Einfach anmelden unter 030.662 36 62“, sagt Vorsitzender Manfred Ziemer.



Aktuelle Einträge
CDUB_Kreisverbandlogos__Neukölln.png