CDU fordert sozial verträgliche Bebauung - SPD verrät Interessen der Buckower


2015: im Februar dieses Jahres beschloss der Senat (damals noch Rot-Schwarz) auf Drängen des CDU-Abgeordneten Dr. Robbin Juhnke folgende Höchstgrenze: „Mit dem Bebauungsplan Buckower Felder soll ein Wohnungsbaustandort mit etwa 50.000 m2 Wohnfläche (ca. 450-480 Wohnungen, vor allem für Familien) entstehen.“ Darüber hinaus war ein signifikanter Anteil von Privateigentum vorgesehen und der Anteil an Wohnungen für sozial Schwache sollte nicht mehr als 30% betragen.


2016 hat es Neuwahlen gegeben, Rot-Schwarz wurde durch Rot-Rot-Grün abgelöst. Kontinuität bestand hingegen im langjährigen Versagen der Bausenatoren (Müller, Geisel, Lompscher) bei der berlinweiten Schaffung von adäquatem Wohnraum. Aus diesem Grund sind nun ganz offen alle Vereinbarungen von früher hinfällig. Die aktuellen Planungen sehen mit knapp 1.000 eine Verdoppelung der Wohneinheiten auf den Buckower Feldern vor! Darüber hinaus ist eine Quote von 50% für Inhaber eines Wohnberechtigungsscheins vorgesehen!


Ohne Rücksicht auf verkehrliche, stadtklimatische und sozialräumliche Probleme soll hier ein Neubau-Ghetto aus dem Boden gestampft werden.


Unsere Bezirksverordnete Ute Lanske hat nun in der Bezirksverordnetenversammlung den Antrag gestellt, „dass die so genannte 'Berliner Mischung' bei der Bebauung der Buckower Felder eingehalten wird. Dazu gehört besonders, dass die Vermietungsquote für WBS-Anspruchsberechtigte nicht höher als 30 Prozent liegen darf. Zur Förderung von Wohneigentum für Familien muss die Eigentumsquote deutlich über fünf Prozent liegen.“

Dieser Antrag wurde von der linken Zählgemeinschaft unter Führung der SPD abgelehnt! Die Bezirksbürgermeisterin Dr. Giffey, streut also den Buckowern Sand in die Augen, wenn sie – wie kürzlich noch bei der Eröffnung des Weihnachtsmarktes – pathetisch ihren Einsatz für eine sozial verträgliche Bebauung der Felder preist.


Ihre eigene SPD-Fraktion jedenfalls hat hier ganz andere Vorstellungen. Die SPD auf Landesebene ohnehin. Dennoch wird die CDU auch im Abgeordnetenhaus einen Antrag stellen, der die Kriterien für eine sozial verträgliche Bebauung zum Maßstab setzen will.

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