Drogenkonsumraum eröffnet

06/02/2019

In Neukölln eröffnet der erste stationäre Drogenkonsumraum. Falko Liecke hält das für einen Fehler.

 

Verständlich ist, dass die tollen und engagierten Fachkräfte des Suchthilfeträgers gerne einen festen Raum haben möchten. Das ist sowohl für sie aber vor allem für die suchtkranken Menschen komfortabler. Das gönne ich jedem, der diese harte Arbeit auf der Straße macht. Und sicherlich können in den Räumen mehr Menschen "versorgt" werden, als in den engen Konsummobilen, die wir bisher hatten.

 

Diese Überlegungen sind richtig. Sie reichen aber nicht aus. Denn suchtkranken Menschen fahren nicht durch die halbe Stadt, um zu einem Konsumraum zu kommen. Sie fahren auch nicht durch den halben Bezirk, um zu einem Konsumraum zu kommen. Sie brauchen Angebote und Hilfe vor Ort.

 

Aktuell haben wir noch einen Schwerpunkt von Handel und Konsum harter Drogen am S- und U-Bahnhof Neukölln. Wir wissen aber alle, dass sich die Drogenszene verschiebt. Immer wieder. Quer durch die gesamte Innenstadt und darüber hinaus. Schon jetzt haben wir mit dem Anita-Berber-Park und immer neuen Funden in Neukölln eine dezentrale Lage.

 

Wir wissen nicht wann, wir wissen nicht wohin. Aber die Dealer und die Konsumenten werden wandern. Der stationäre Konsumraum ist dann überflüssig, teuer und bindet Ressourcen, die wir an anderer Stelle in der Stadt benötigen.

 

Meine Vorschläge:
☑ Mehr mobile Angebote, die flexibel auf Lageveränderungen reagieren können.
☑ Ein berlinweites Lagebild, um Wanderungen schneller erkennen zu können.
☑ Mehr Straßensozialarbeit mit Fremdsprachenunterstützung.
☑ Harte Hand gegen die Dealer und Hintermänner.
☑ Eine Soko Opium der Polizei Berlin, um die Handelsstrukturen zu zerschlagen.

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