Es lebe der Sport

15/10/2018

Meister-Ehrung der besten Neuköllner Sportler

Berlin/Neukölln. „Es lebe der Sport“ – heißt ein Songtext von Rainhard Fendrich. Mundartlich mag der Gassenhauer des Austro-Pop nicht nach Neukölln passen; dialektisch tut er´s eben doch: Denn der Refrain des bekannten Liedes „Er gibt uns Kraft, er gibt uns Schwung - er ist beliebt bei Alt und Jung“ stimmt trefflich für die besten 491 Sportlerinnen und Sportlern aus 14 Neuköllner Vereinen. Sie alle hatte das Bezirksamt Neukölln zur traditionsreichen Meister-Ehrung samt OpenAir-Veranstaltung in den Werner-Seelenbinder-Sportpark an der Oderstraße geladen.

 

Den zahlreich vertretenen Bezirkspolitikern der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung (BVV), die die Ehrungen vornahmen, ging es dabei darum, die sportlichen Leistungen der Neuköllner aus dem Jahr 2017 noch einmal hoch leben zu lassen. De facto heißt das: Das Bezirksamt hat eigene Gelder in die Hand genommen, zusätzlich Sponsoren aus der Wirtschaft mobilisiert, auf und rund um die Eisbahn ein sportives Show-Programm von Eishockey bis Eiskunstlauf geschnürt und eine Lasershow samt pyrotechnischen Bodeneffekten auf die Beine gestellt.

 

Denn eines ist gewiss: „Neukölln ist fit. Vom Berliner Meister bis zum Weltmeister haben wir in insgesamt 22 Disziplinen in allen Altersgruppen absolute Asse unter uns“, sagt Olaf Schenk. Als Vorsitzender des Sportausschusses innerhalb der Neuköllner BVV muss er es schließlich wissen.

 

Ebenso wie die Tatsache, dass die jüngste ausgezeichnete Sportlerin gerade einmal sieben Jahre alt ist, Lianne Josefine Krüger heißt und vom Verein Berliner Turnerschaft Korporation e.V. stammt. Sie schnappte sich im vergangenen Jahr den Berlin-Brandenburger Meister-Titel im Orientierungslauf.

 

Als ältester Sportler wiederum sticht der 83-jährige Peter Senftleben aus der Masse der Erfolgssportler heraus. Gleich zwei Mal erschwamm er sich die Berliner Meister-Medaille in der Disziplin SchwimmMaster.

 

In derselben Disziplin brillieren aus der Schwimmgemeinschaft Neukölln e.V. Joachim Hintze (75 J.), Brigitte Merten (72 J.), Ruth Stübert (69 J.), Angelika Radau (70 J.), Monika Senftleben (76 J.). Alle Fünf holten einen Weltmeister-Titel nach Neukölln.

 

Ebenfalls Weltmeisterin, allerdings im Triathlon, ist Katrin Burow (42 J.) vom TuS Neukölln 1865 e.V..

 

Europameisterin im Tischtennis Damen-Doppel nennen darf sich Marianne Keerwat (70 J.) vom TTC Berlin e.V..

Zu den drei Spitzenreitern unter den Neuköllner Sportvereinen zählen übrigens die Neuköllner Sportfreunde 1907 e.V. mit 108, die Schwimm-Gemeinschaft Neukölln e.V. Berlin mit 99 und der TSV Rudow 1888 e.V. mit 86 zu ehrenden Sportlern und Sportlerinnen.

 

Damit alle geehrten Sportler auch weiterhin einen Lauf haben, lud das Bezirksamt Neukölln alle Träger der Meister-Titel zum Schlittschuh-Lauf ein. Ein Angebot, dass sich fast keiner entgehen ließ. Schließlich passiert es auch Leistungssportlern nicht alle Tage, dass man noch vor offiziellem Saison-Start freie Bahn beschert bekommt und bereits mitten im Oktober bei über 20 Grad in kurzen Hosen oder T-Shirt auf Kufen über die Eisfläche gleiten kann. Und das genau so lange, bis es dunkel genug war, damit alle Urkunden im Lichter-Glanz von Laser- und Pyrotechnik funkeln konnten – ein Höhepunkt, den das Bezirksamt allen 491 Sportlern und Sportlerinnen darbot. Wohl um zu sagen: Es lebe der Sport. Er gibt uns Kraft, er gibt uns Schwung – er ist beliebt bei Alt und Jung. Auch und besonders in Neukölln.

 

 

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