48h Neukölln

25/06/2018

Neukölln ist echt. Echt kunstvoll, echt kulturell, echt kreativ. Zur Schau gestellt haben dies ein ganzes Wochenende lang 1.200 Künstler beim bedeutendsten freien Kunst- und Kulturfestival Berlins – bei 48 Stunden Neukölln. Bereits zum zwanzigsten Mal verwandelten alle Mitwirkenden Neukölln in ein einzigartig großes Kreativlabor.

 

Getragen von dem Festivalthema „Neue Echtheit“ inspirierten, provozierten und konfrontierten Installationen, Präsentationen und Performances Besucher an 250 Orten im privaten und öffentlichen Raum. Eintauchen und eingetaucht werden in die Kunst war dabei nicht nur umsonst, sondern sogar gewollt-ungewollt möglich. Denn selbst beim Schrippen holen, beim Kirchgang oder in der Einkaufspassage konnte einjede/r unvermittelt auf die dezentral verteilten Ausstellungsobjekte treffen.

 

Wer sich allerdings aufmachte in die leer stehende Bank am Alfred-Scholz-Platz oder ins Kesselhaus am Sudhaus, der tat dies eher gezielt. Denn dort gab es die konzentriert-geballte Ladung zwischen Fakt und Fiktion. Zwischen Bubbles und Blasen. Zwischen Filtern und Infiltrierung. Gepaart mit der konzentriert-geballten Ladung Lokalprominenz bei der Eröffnungsfeier. Auch Gerrit Kringel, Fraktionsvorsitzender der CDU Neukölln und Karsten Schulze vom Ausschuss für Bildung, Schule und Kultur ließen sich diese ganz besonderen 48 Stunden in, von und für Neukölln nicht entgehen.

 

Besonders schon per se, weil sich das Kunst-Festival inzwischen derartig etabliert hat, dass dafür auch in Leipzig und anderen Städten Deutschlands plakatiert wird. Mittlerweile zieht es internationale Gäste aus aller Herren Länder an. Besonders aber auch, weil die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa das Festival im 20. Jahr seines Bestehens in den Kreis der stadtpolitisch relevanten Veranstaltungen aufgenommen hat. Will heißen in diesem Jahr gab es erstmals einen Festivalfonds. Die bislang ehrenamtlich mitwirkenden Künstler können also nunmehr zum Teil auch finanziell unterstützt werden. Ruhm und Ehre sind nun mal das eine, oft fiktiv. Honorare oder Sachmittel das andere, eher echt. Zumindest jedoch ein adäquates Mittel gegen sprichwörtlich brotlose Kunst.

 

Dafür teilen die Künstler am Ende der zwei Tage gewiss gerne ein wenig des Ruhmes und der Ehre, den sie durch ihre echt kunstvollen, echt kulturellen und echt kreativen Taten bei 48 Stunden Neukölln als Imagegewinn für die Hauptstadt einfahren. Eben eine genial neue Echtheit, von der alle profitieren. Sogar länger als 48 Stunden.

 

 

 

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